CapeTown 2010
Helmut Kernder
H-Jürgen Rubin

 


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12.03.2010 Freitag


Nach einer guten Nacht, einem leckeren Frühstück, begann heute die zweite Tagestour ins Weinland. Die englischen Ladys waren mit an Bord, ein Ehepaar aus Australien und zwei junge Männer aus Tschechien. Antje brauste wieder durch den Berufsverkehr an einigen Townships vorbei und schon bald wurde der Verkehr weniger. Eine verträumte hügelige blühende Landschaft empfing uns. Bald schon kamen wir zum ersten Weingut und konnten schon früh am Tage den ersten Wein verkosten.

 

 

 Eine kurze Führung durch die „Weinfabrik“ schloss sich an. Die Aussage war, dass hier auf diesem Gut der Wein noch traditionell in teuren französischen Holzfässern (je 10.000,00€ für 500 Ltr.) reift. Einen Lagerraum zeigte man uns auch. Es ist aber die Zeit der Weinernte und so entdeckten wir bei der Suche nach Fotomotiven eine erstaunlich große Zahl von riesigen Edelstahltanks und Filtern. Da wollte man uns veräppeln oder war es nur Marketing? Der Wein schmeckt mir gar nicht, obwohl mir die Rebsorten bekannt waren. Sauvignon schmeckte nach Apfel, Merlot nach Kakao und der Gewürztraminer nach Jasmin und duftete stark nach Rosen. Das wiederholte sich fast den ganzen Tag - Fahrt durch die Natur wenig Fotostops, Weinprobe, Fahrt-. Die englischen Lady hatten aus ihrem Reiseführer eine Farmadresse, dort konnte man sich gegen entsprechendes Endgeld mit handaufgezogenen Geparden fotografieren lassen. Antje machte diesen kleinen Umweg. Jürgen und ich gingen nicht mit in das Tiergehege denn schon von außen sah man den Touristeneffekt. Wir empfanden das wieder einmal als unnötige Tierquälerei. Zur Mittagspause wurde in Stellenbosch gehalten.

Dorfkirche
Stellenbosch

 Leider reichte auch hier die Zeit nicht, die Stadt zu erkunden. Es reichte nicht für den Besuch des Dorp Museums. Bei der FNB Bank wollten wir unseren Bargeldbestand ergänzen. Am Eingang wurden wir nach dem Securityman von einer Dame empfangen. Sie führte uns zu den Geldautomaten in einem besondern Raum, der nicht von anderen Stellen einzusehen war. Bargeldabheben war kein Problem. Halt, warum meckert Jürgen denn so vor sich hin? Ich ging zu Ihm herüber, hatte das Geld und die Karte noch in der Hand. Noch bevor ich bei Jürgen war, sprach mich ein Securityman an und macht mir deutlich, dass ich Karte und Geld einstecken sollte, bevor ich den Geldautomaten verlasse. Jürgen hatte Schwierigkeiten mit seiner PIN. Nach dem zweiten Versuch beendete er den Vorgang und wir einigten uns darauf, gemeinsam von meinem Bargeld zu leben. Wo mit Karte bezahlt werden konnte, zahlte Jürgen und am Ende des Urlaubes würden wir abrechnen. - Fahrt durch die Natur wenig Fotostops, Weinprobe, Fahrt-. In Franschoek Fotostop beim Hugenottendenkmal (Erinnerung an die französischen Glaubensflüchtlinge) und nochmals ein Fotostop am ersten Eingangstor eines Gefängnisses in dem Nelson Mandela weggesperrt war. Das Gefängnis war hinter Bäumen und Büschen nicht zu sehen.

Nelson Mandela
vor dem
Gefängnisstor

 

Hugenotten
Denkmal

 Schließlich führte die Fahrt über Somerset und der letzten Weinprobe zurück nach Kapstadt. Bei der letzten Weinprobe kassierte Antje die Fahrtkosten.

 

 Alle zahlten mit Kreditkarten, nur die beiden Tschechen wollten bar zahlen. Auf den letzten Kilometern erzählte Antje, dass sie bis zum Ende 21:30 Uhr, einer Schulveranstaltung, in Kapstadt auf Ihre Tochter warten müsste. Wir luden Sie zum Essen ein. Sie sagte ja, musste aber erst zur Firma den Bus abgeben. Anschließend kam sie zum Hotel und wir gingen gemeinsam zu dem bekannten Restaurant „ Mama Afrika“. Gemeinsam aßen wir verschiedene Gerichte und probierten gegenseitig. Mir hat fast alles sehr gut geschmeckt. Erdnussbutter und Hirse werden aber nicht meine Lieblingsspeisen. Antje erzählte uns, dass die Tschechen die Reise nicht bezahlt hatten, es würde Ihr vom Gehalt abgezogen. 138,00 € bei 50,00 € Tagesverdienst hieß dass, drei Tage umsonst gearbeitet. Das Hotel wollte die Fahrtkosten bei den Tschechen kassieren – Ende gut, alles gut. Leider nicht, Tage später erhielt Jürgen eine SMS, dass nicht bezahlt worden sei, da es die versprochenen Leistungen, wie Weinproben und Mittagessen nicht gegeben hätte. Das ist eine gemeine Lüge. Zum Tagesabschluss tranken wir noch ein leckeres Bier auf der Terrasse des Hotels.

Reisebericht Seite 7
 

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Stand: 06.05.10