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15.03.2010 Montag
Der letzt Tag in Kapstadt begann ganz gewohnt mit dem tollen Frühstück.
Nach dem Frühstück fragten wir an der Rezeption nach, bis wann wir das
Zimmer räumen mussten und ob Sie für uns die Fahrt zum Flughafen klären
könnten. Da Jürgen alle notwendigen Telefonnummern und Buchungsnummer
dabei hatte, war es überhaupt kein Problem mit der Sprache. Wir durften
bis 11:00 Uhr das Zimmer nutzen und um 13:30 Uhr wurden wir abgeholt. Um
das Gepäck brauchten wir uns nicht zu kümmern, dass erledigten die
Hotelangestellten. Schnell ins Zimmer, die Koffer gepackt und nochmals
für 2 Stunden durch die Stadt flanieren. Jürgen drängte darauf, als
erstes zum Büro der SAA zu gehen um den Flug zu checken. Ja, ja die Zeit
in Afrika läuft anders, um 09:30 Uhr war das Büro noch nicht geöffnet.
Kurz entschlossen gingen wir zurück zur Long Street,
dort ist abends die
Touristenhochburg mit vielen Lokalen, alten und neuen Häusern mit den
typischen Balkonen und schmiedeeisernen Verzierungen. Einmal noch hoch
und runter gelaufen, nochmals fotografiert und die Zeit raste auf 11:00
Uhr zu
. Pünktlich um 11:00 checkten
wir im Hotel aus, liefen wieder in die Stadt zum Büro der SAA und
bekamen dot bestätigt, das der Flug stattfinde, wir gebucht sind und
unser Gepäck direkt von Kapstadt nach Frankfurt gebracht würde. Beim
Umsteigen in Johannesburg brauchten wir uns nicht, wie auf dem Hinflug,
um unser Gepäck zu kümmern. Vorsichtshalber nahmen wir die
Speicherkarten mit den Bildern dann doch lieber ins Handgepäck. Es war
noch etwas Zeit und wir gingen nochmals in den Companys Garden. Immer
hatten wir gut aufeinander aufgepasst und uns nicht aus den Augen
verloren. Jetzt aber auf dem Rückweg keine 1000 m vom Hotel entfernt war
Jürgen weg. Hatte er nicht gesehen wo ich stehen geblieben war um zu
fotografieren? Hab ich ihn übersehen. Was nun? Wo ist er nur? Die Zeit
raste auf 13:30 zu, so dass ich zum Hotel ging. Jürgen ist es ähnlich
gegangen und auch er ging zum Hotel. Glücklich vereint warteten wir auf
unseren Flughafentransfer. Pünktlich kam der Minnibus, die Hotelpagen
brachten unser Gepäck. Die Rückreise begann. Schnell fuhren wir durch
die Stadt, auf den Zubringer zum Flughafen, an einigen großen Townships
vorbei, ging der letzte Blick auf den Hafen und den Tafelberg bei
strahlender Sonne und 27°C. Am Flughafen nahm ein Gepäckträger unsere
Taschen in Empfang und führte uns zu den Schaltern der SAA. Einschecken
und Warten auf den Abflug.
Vom Flughafen aus riefen
wir zu Hause an und sagten: Wir haben eingecheckt und sind morgen früh
in Frankfurt. Pünktlich um 16:50 Uhr flogen wir ab. Letzte Blicke durch
die kleinen Fenster auf Kapstadt und dann auf das uns unbekannte weite
Land Südafrikas.
Neben mir saß ein junger Mann. Wir kamen ins Gespräch
und so erfuhr ich – er studierte BWL mit Schwerpunkt Weinwirtschaft.
Seine Eltern haben ein Weingut in der Nähe von Kaiserslautern. Mit vier
Freunden war er für 3 Wochen nach Südafrika geflogen, um einen Freund in Stellenbosch zu besuchen. Dieser Freund war als Subunternehmer mit einer
Weinlesemaschine im Weinbaugebiet tätig. Die Weinlesemaschine kam per
Schiffscontainer – ca. 6 Wochen dauerte der Transport von Kaiserslautern
nach Stellenbosch - und arbeitet auf verschiedenen Weingütern der
Region. Nach der Weinlese wurde die Maschine wieder mit Schiffscontainer
nach Hause gebracht. Andere Weingüter haben das auch vor. Das geschah
schon seit mehreren Jahren und rechnet sich ± 0. Der Vorteil ist, die
Maschine steht nicht solange still. Einige Weingüter lassen die
maschinelle Weinlese zu. Das Modell könnte erfolgreich werden. Auf die
Frage nach der Weinqualität - mir haben die geschmacksverstärkten Wein
gar nicht geschmeckt - bekam ich zu hören, dass es wohl sehr gute
naturbelassene Weine gibt. Sie hatten viele Weingüter besucht und Weine
verkostet. Die Geschmacksveränderung ist ein anderes Marketing, die
Weine sind auf dem internationalen Markt erfolgreich. „Wie im Flug“
verging die Zeit und schon hieß es anschnallen, fertig zur Landung in
Johannesburg. Erst wollten wir mit den vier Freunden zusammen durch den
Flughafen gehen, denn auch sie flogen weiter nach Frankfurt. Das ging
aber nicht, weil die vier noch Probleme mit dem Handgepäck hatten und
das erst klären mussten. So zogen wir alleine los. Keine
Schwierigkeiten, denn die Beschilderung war ganz eindeutig. Nun hieß es
wieder Warten auf den Abflug nach Frankfurt. Die vier sahen wir nicht
mehr. Kurz vor dem Abflug kamen dann drei - total gehetzt - ins
Flugzeug. Ich sagte, schön das ihr da seit und bekam die Antwort: „Einen
haben hier gelassen!“ Der vierte im Bunde hatte nach dem er an Bord des
Flugzeuges von Kapstadt nach Johannesburg war oder auf dem Weg innerhalb
des Flughafens vom Terminal Ankunft zum Terminal Abflug seine Papiere –
Reisepass und Bordkarte – verloren, oder er ist bestohlen worden. Wir
atmeten tief durch, dass wäre für uns der Alptraum schlecht hin, alleine
ohne Papiere in Johannesburg. Mit etwas Verspätung, das Gepäck des
Zurückgelassenen musste ausgeladen werden, flogen wir zurück nach
Frankfurt, wo wir um kurz nach 6:00 Uhr landeten. Während des Fluges
erhielten wir ein Abendessen und ein Frühstück ca. 2 Stunden vor der
Landung. In Frankfurt angekommen, nach der ersten Passkontrolle direkt
am Flugsteig holten wir unser Gepäck ab. Mit dem Gepäck gingen wir durch
die nächsten zwei Zoll- und Passkontrollen und die Flugreise war
beendet. Jetzt gönnten wir uns einen guten Kaffee und meldeten uns
telefonisch bei unseren Frauen. Etwa zwei Stunden später fuhr unser Zug
ab. Wir wollten mit dem Zug am Rhein entlang fahren. Leider hatte dieser
Zug schon bis Frankfurt 40 Minuten Verspätung. Kurzentschlossen fuhren
wir dann wieder mit dem ICE auf der Schnellstrecke bis Köln. 1½ Stunde
Pause in Köln. Bis zur Abfahrt nach Emmerich. Wir gaben unser Gepäck in
einem automatischen Schließfach zur Aufbewahrung. Denkste ! Jürgens
Koffer und Wechselgeld war ohne Aufbewahrungsschein weg. Ich blieb am
Schließfach stehen und Jürgen holte einen Service Techniker. Jürgen
hatte den Aufbewahrungsschein nicht rechtzeitig entnommen und so meinte
der Automat, Jürgen habe es vergessen und sei weggegangen, dann musste
ich den Schein sichern und zog in wieder ein. Mit Hilfe des Technikers
bekam Jürgen den Schein und das Wechselgeld zurück und wir liefen in die
Stadt. Leider konnten wir nicht in den Dom besichtigen, denn dort wurde
Gottesdienst gefeiert und die Touristen mussten draußen bleiben. Mit dem
Zug waren wir viel zu schnell wieder in Emmerich. Zehn wunderschöne Tage
waren zu Ende.
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